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Informationen

1. Allgemeine Informationen

Viele werden mit dem Begriff „Emoticon“ nichts anfangen können, obwohl sie mit der Sache an sich sicherlich schon häufig konfrontiert wurden und auch schon selbst damit gearbeitet haben. Denn jeder, der sich in Chaträumen aufhält oder per SMS oder Messanger kommuniziert, begegnet früher oder später einem solchen Emoticon.

Emoticon ist ein Kunstwort und setzt sich aus den beiden Begriffen Emotion und Icon, also Empfindung und Zeichen, zusammen. Bezeichnet werden mit dieser Wortverbindung Kombinationen aus Zahlen und Buchstaben, mit deren Hilfe Mimik und Gestik abgebildet werden können. Der Sinn des Ganzen liegt darin begründet, den Nutzern auch innerhalb der elektronischen Kommunikation die Möglichkeit zu eröffnen, Gefühle und Stimmungen an die Empfänger zu übermitteln. Entwickelt wurden die Emoticons in den Anfangszeiten des Internets, lange bevor Graphiken entwickelt wurden und man sich bei der Kommunikation noch auf das ausschließliche Verschicken von Texten beschränken musste. Beim Verschicken dieser Texte kam es immer wieder zu Missverständnissen, vor allem, weil den Empfängern der Botschaften nicht wie bei einer Unterhaltung von Angesicht zu Angesicht, mit Hilfe von Mimik, Gestik und Intonation vermittelt werden konnte, welche Intension der Mitteilung wirklich innewohnt. Um den daraus immer wieder entstehenden Fehlinterpretationen und Streitigkeiten entgegenzuwirken, entstand die Idee der Emoticons, die die wirklichen Empfindungen des Absenders zum Empfänger transportieren sollten.

2. Entstehung der Emoticons

Die Vorlage und Inspiration für alle bis heute entwickelten Emoticons ist das, von dem Werbegrafiker Harvey Ball 1963 entwickelte, Smiley. Dabei handelt es sich um einen gelben Kreis mit einem lächelnden Mund und zwei ovalen Augen, beides in schwarz gehalten. Dieses erste „Uremoticon“ wurde von einer Versicherungsgesellschaft in Auftrag gegeben, die mittels Anstecknadeln das angeschlagene Betriebsklima verbessern wollte. Ball bekam für diesen Entwurf gerade einmal 45 Dollar und ließ sich den Entwurf nicht einmal schützen, weil damals niemand die Popularität erahnen konnte, die dieses Zeichen einmal erlangen würde.

Das erste, in elektronischen Texten verwandte, Emoticon wurde 1982 von dem Informatiker Scott Fahlman entwickelt, nachdem einige Witze, die im universitären Netz kursierten, nicht als solche verstanden wurden und es dadurch zu Missverständnissen und Diskussionen kam. All diese Zeichen, die wir heute so selbstverständlich in unsere Texte einfließen lassen, sind das Ergebnis einer zwei Tage andauernden Debatte, die mit größter Ernsthaftigkeit von einigen Informatikern geführt wurde. Hierbei wurde die Möglichkeiten erörtert, Humor im Netz, wo zur damaligen Zeit nur die ausschließliche Erstellung und Übermittlung von Textdateien möglich war, kenntlich zu machen.

Nachdem eine ganze Reihe unterschiedlicher Entwürfe begutachtet worden waren, einigte man sich schließlich auf den von Scott Fahlman eingebrachten Vorschlag. Die Zeichenfolge „:-)“ wurde zum offiziellen Symbol für nicht ernst zu nehmende Aussagen und Kommentare, innerhalb von internetbasierenden Texten.

Die Idee, die unterschiedlichen Intensionen von Aussagen in Texten mittels Symbolen zu verdeutlichen, verbreitete sich rasend schnell. Auch damals, weit vor der Entstehung des Internets, wie wir es heute kennen und nutzen, waren schon einige US-Forschungsinstitute über das sogenannte Arpanet miteinander vernetzt. Über diesen Weg gelangte das neue Seitwärts-Smiley an verschiedene Forschungszentren, wo es begeistert angenommen und sofort mit der Entwicklung und Kreation weiterer Emoticons begonnen wurde. Der Erfinder des ersten Emoticons, Scott Fahlman, zeigte sich zwar erfreut über die positiven Reaktionen auf seine Erfindung, beteiligte sich aber nicht an der entstandenen Debatte über zusätzliche Zeichenfolgen.

3. Weiterentwicklung der Emoticons

Seit der Entwicklung des ersten Emoticons 1982 hat sich einiges getan und verändert. Permanent werden auch heute noch neue Zeichenfolgen entwickelt, die die unterschiedlichsten Gemütszustände, aber auch Situationen, in denen sich der Absender gerade befindet oder später noch befinden wird, verdeutlichen. So bedeutet „:-*)“ beispielsweise erröten, während „%-)“ Verwirrung symbolisiert. Es können auch ganze Satzteile durch Emoticons ersetzt werden, so kann durch das Zeichen „<:o)“ zum Beispiel mitgeteilt werden, dass man sich gerade auf einer Party befindet, während „[:-)“ verdeutlicht, dass man zur Zeit über einen Kopfhörer Musik hört.

Die Tatsache, dass nicht jeder Nutzer die gleichen Emoticons verwendet, um seine Gefühlslage zu verdeutlichen, erhöht die Anzahl der verschiedenen Zeichenfolgen zusätzlich. So gibt es alleine fünf verschiedene Möglichkeiten, ein lachendes Gesicht und somit Freude auszudrücken, während man für das Verdeutlichen von Ärger oder Enttäuschung sogar sechs verschiedene Varianten zur Verfügung hat, um ein trauriges Gesicht zu symbolisieren. Auch werden nicht alle geläufigen Zeichen auf die gleiche Art und Weise verwandt. An der Verwendung des „Nasenzeichen“ scheiden sich zum Beispiel die Geister. Viele Nutzer halten die Verwendung des Striches zur Symbolisierung der Nase generell für überflüssig, weil ihrer Ansicht nach das Emoticon auch ohne Strich problemlos für jeden erkennbar ist. Andere hingegen empfinden das Emoticon „ohne Nase“ als unvollständig.

Im Laufe der Zeit hat sich zudem nicht nur die Anzahl der Emoticons weiterentwickelt, sondern auch die Technik. So ist es mittlerweile möglich, diese Symbole auch graphisch darzustellen und nicht mehr nur mittels bestimmter Zeichenfolgen. Eine ganze Anzahl an Softwareprogrammen ist zwischenzeitlich so programmiert, dass die vom Nutzer eingegebenen Emoticons automatisch in die entsprechenden graphischen Darstellungen umgewandelt und somit nicht nur zu Emoticons, sondern auch wieder zu sogenannten Smileys werden. Ist die entsprechende Software nicht auf dem Computer vorinstalliert, hat man die Möglichkeit, auf eine große Anzahl verschiedener Websites zuzugreifen, die Hunderte dieser graphischen Varianten zum Herunterladen oder Verlinken anbieten.

Auch bei diesen graphischen Emoticons gab es mittlerweile schon wieder technische Neuerungen. Waren die ersten dieser Symbole lediglich exakte graphische Umwandlungen der ursprünglichen Emoticons, geht die Entwicklung nun zu animierten Grafiken. Diese technische Neuerung wird dadurch ermöglicht, dass ein in eine Grafik umgewandeltes Emoticon, mehr Bildinformationen verarbeiten kann als das ursprüngliche Emoticon. Deswegen können diese neuen Symbole zum Beispiel ihre Farbe wechseln oder die Augen öffnen und schließen, eine Neuerung, die dem Nutzer beim Übermitteln seiner Botschaft ganz neue Möglichkeiten eröffnet.

Inzwischen ist die Weiterentwicklung der graphischen Emoticons so weit fortgeschritten, dass die Annahme berechtigt ist, dass die klassischen Symbole innerhalb der nächsten Jahre völlig verschwinden werden. Mittlerweile bieten die meisten Computerprogramme nicht nur die Nutzung der graphischen Symbole an, sondern wandeln die klassischen Emoticons auch gleich ungebeten in graphische um. Eine ähnliche Entwicklung hat innerhalb der Mobiltelefone stattgefunden. Nur noch einige wenige, meistens ältere und damit auch vom Aussterben bedrohte Modelle, unterstützen noch den Versand der ursprünglichen Emoticons. Alle anderen sind mittlerweile auch mit neuer Technik ausgestattet, die eine sofortige Umwandlung in die graphische Version vornehmen. Angesichts dieser Tatsachen ist es vermutlich nur noch eine Frage der Zeit, bis die Nutzung der ursprünglichen Emoticons Geschichte ist und die klassischen Symbole komplett von der graphischen Variante abgelöst wurden.

4. Bedeutung der Emoticons

Mittlerweile gibt es Listen, die mehr als 600 Emoticons, sowohl in der einfachen als auch in der graphischen Form, enthalten. Dabei werden alle denkbaren Gefühlsregungen porträtiert, teilweise mit feinsten Unterscheidungen. So gibt es das traurige Emoticon und als Steigerung dieser Gefühlsregung auch noch ein weinendes. Auch Fröhlichkeit kann per Symbol in unterschiedlichsten Ausprägungen verdeutlicht werden, von einfacher über sehr ausgeprägte bis zur überschäumenden Freude.

Die Bedeutungen von Emoticons beschränken sich aber mittlerweile nicht mehr nur auf reine Gefühlsäußerungen, sondern haben sich fast zu einer eigenen Sprache entwickelt. Betrachtet man die Vielzahl der Zeichen, die inzwischen geläufig und gebräuchlich sind, drängt sich der Vergleich mit der zwischenzeitlich fast ausgestorbenen Kunst der Stenographie auf. Denn ebenso wie in der Stenographie, wird auch bei Emoticons mit Kurzzeichen gearbeitet, die alle eine eigene Bedeutung haben. So verdeutlicht ein Dollarzeichen $ zum Beispiel einen geistlichen Beruf, während zwei Dollarzeichen $$ einen Job an der Uni, drei Dollarzeichen $$$ einen Job in der Wirtschaft und vier Dollarzeichen $$$$ eine selbständige Tätigkeit symbolisieren.

Allerdings beherrschen diese Feinheiten innerhalb der Bedeutungen von Emoticons nur die wenigsten Nutzer. Bei einer Befragung für eine universitäre Arbeit gaben 72 % und damit der weitaus größte Teil an, lediglich fünf verschiedene Symbole zu kennen und 68 % dieser Befragten nutzten sogar nur vier der fünf Zeichen selbst. Als das mit Abstand am häufigsten benutzte Zeichen kristallisierte sich bei dieser Untersuchung mit 98 % das sogenannte Smiley :-) heraus, gefolgt von dem ironisch zwinkernden Gesicht ;-) mit 75 %.

Die Fähigkeit mittels Emoticons mitzuteilen, dass ein Kamel durch ein Nadelöhr geht „)(„ oder dass jemand einen Augenschaden erlitten hat, weil er ohne eine Schutzbrille gearbeitet hat „-)“, wird wohl weiterhin den wenigen wirklichen Kennern dieser Kunst vorbehalten bleiben.

5. Funktion der Emoticons

Die Funktion von Emoticons ist seit ihrer Erfindung durch Scott Fahlman im wesentlichen die gleiche geblieben. Sie dient der Übermittlung von Gefühlen und Stimmungen. Direkte Kommunikation findet immer auf verschiedenen Ebenen statt. Unter anderem gibt es die verbale Ebene, die einfach die eigentliche Übermittlung der Nachricht vom Absender an den Empfänger beinhaltet. Darüber hinaus gibt auch noch die sogenannte non-verbale Ebene, die durch Intonation, Gestik und Mimik den eigentlichen Worten eine zusätzliche Bedeutungsebene gibt. Oft macht es erst dieser non-verbale Teil möglich, eine getroffene Aussage richtig zu deuten.

Findet die Kommunikation über das Internet statt, kann der Empfänger nur die eigentlichen Worte, also ausschließlich die erste Ebene der Kommunikation, wahrnehmen. Dadurch, dass bei der Übermittlung der Aussage jegliche Körpersprache, der entsprechende Gesichtsausdruck und auch der jeweilige Ausdruck in der Stimme fehlt, lässt das Gesagte respektive Geschriebene häufig viel Raum für Fehlinterpretationen, die dann zu Missverständnissen und Ärgernissen führen. Besonders problematisch gestaltet sich die Situation, wenn der Verfasser der Nachricht einem nicht persönlich bekannt ist und deswegen auch noch die Informationen über den sozialen Background der Person entfallen, die wesentliche Anhaltspunkte über die Bedeutung des Gesagten geben könnten.

Diese non-verbale Ebene sollen nun die Emoticons übernehmen. Mittels dieser Zeichen kann der Absender deutlich machen, wie seine Nachricht zu interpretieren ist. Gerade ironische Aussagen sind ohne die entsprechende Intonation sehr schwer als solche zu interpretieren. Da Texte sich im Internet sehr oft an eine breite Öffentlichkeit wenden, kann das Setzen des entsprechenden Emoticons die Kommunikation sehr vereinfachen.

Darüber hinaus übernehmen Emoticons mittlerweile auch oft die Funktion ganzer Satzteile. Gerade, wenn man SMS versendet, bei denen man nur eine gewisse Menge an Zeichen zur Verfügung hat, kommen einem die Symbole zur Verkürzung eines Satzes sehr entgegen. Zu einem gewissen Teil unterstützen diese Zeichen natürlich auch die natürliche Faulheit des Menschen. Ebenso wie bei der Stenographie ist es viel weniger aufwendig, einen halben Satz mittels eines Emoticon zu symbolisieren, anstatt ihn komplett auszuschreiben.

6. Kulturelle Unterschiede bei Emoticons

Überall auf der Welt sehen die Emoticons gleich aus, werden gleich verwendet und bedeuten das gleiche. Mit einer großen Ausnahme: in Japan hat sich ein eigenes Zeichensystem entwickelt. Ein wesentlicher Unterschied zwischen den beiden Systemen ist die Tatsache, dass die japanischen Emoticons im Gegensatz zu allen übrigen nicht seitwärts gelesen werden müssen. Während in Deutschland und überall in der übrigen Welt der Kopf nach links geneigt werden muss, um die Emoticons verstehen zu können, kann man den Kopf in Japan gerade halten. Möchte der Japaner in seiner Botschaft ein Lächeln verdeutlichen, sieht das zum Beispiel so aus: (^_^). Ein weiterer wesentlicher Unterschied zu den bei uns geläufigen Emoticons ist, dass japanische Emoticons stark mit den Augen variieren und nicht wie die anderen mit dem „ganzen Gesicht“. Möchte man in Japan zum Beispiel per Symbol Trauer ausdrücken, verändern sich dabei ausschließlich die Augen, während der Rest der Mimik dem lachenden Gesicht gleich bleibt: ó_ò.

Der an der Universität Hokkaido tätige Psychologe Masaki Yuki hat versucht, die Gründe für die unterschiedliche Entwicklung der Emoticons zu ermitteln. Um herauszufinden, warum bei japanischen Symbolen im Gegensatz zum Rest der Welt fast ausschließlich die Augen variieren, legte er innerhalb eines Experimentes amerikanischen und japanischen Studenten sowohl Fotos als auch Emoticons vor, bei denen Augen und Mund variierten. Er fand heraus, dass die Japaner, im Gegensatz zu den Amerikanern, versuchen, die Gefühlsregungen der gezeigten Personen und Symbole über die Augen zu entschlüsseln, während die Amerikaner sich eher an der Mundpartie orientierten.

Mittlerweile erfreuen sich die japanischen Emoticons bei nicht japanischen Jugendlichen wachsender Beliebtheit, erweitern sie doch die Palette der zur Verfügung stehenden Symbole. Durch die japanischen Emoticons wird nicht nur die Auswahl der verschiedenen Gesichtsausdrücke erweitert, sondern generell die Ausdrucks-Palette, da die Symbole sich oft nicht nur aus den ASCII- Zeichen zusammensetzen, sondern auch japanische Schriftzeichen beinhalten, hierbei vor allem Katakana, eine spezielle Silbenschrift der japanischen Sprache.